Blog

25

Sep

Unterwegs im Herzen Panamas – Unser Ausflug nach Penonomé

¡Hola compañeros!

Ich bin jetzt schon seit fast 2 Wochen in Panama und habe mich hier mittlerweile sehr gut eingelebt. Die letzte Woche verlief ziemlich ereignislos. Im Wesentlichen passierte abseits meines normalen Alltags nicht viel, was allerdings gar nicht so schlecht war, da es mir nach all den neuen Erfahrungen der vorherigen Woche gut tat, durch einen geregelten Alltag, hier nach und nach mehr Fuß zu fassen.

An diesem Wochende unternahmen wir allerdings doch noch etwas, über das es sich lohnt zu berichten.

Am Sonntag machten Luis (einer der Padres/ mein Friseur), Niklas und ich einen Ausflug ins Herz Panamas. Genauer gesagt ging es mit dem Fernbus von Panamá aus nach Penonomé, wo Luis seine Familie besuchen wollte und uns freundlicherweise angeboten hatte mitzukommen.

Direkt nach dem Frühstück brachen wir am Morgen in Chapala auf. Nach circa 3 Stunden Fahrt mit dem Fernbus und einmal Umsteigen kamen wir gegen Mittag in Penonomé an. Da es in der Schule in Chapala immer schon um 12.00 Uhr Mittagessen gibt, hatten wir drei nach unserer Ankunft ordentlich Kohldampf und deshalb beschlossen wir uns zunächst in einer nahegelegenen cafetería zu stärken. Nach unserem kleinem Mittagssnack führte Luis uns in der Stadt rum. Bei glühender Hitze zeigte er uns die Kirche, diverse Denkmäler und Parks, sowie die schönen Altbauten der Stadt, die noch aus der Kolonialzeit stammten.

„Der Mittelpunkt Panamas“

Ich habe diesen Blogeintrag übrigens nicht ohne Grund „Unterwegs im Herzen Panamas“ genannt, denn in Penonomé liegt tatsächlich der geografische Mittelpunkt des Landes.

Vom Zentrum Penonomés aus, fuhren wir dann mit dem Bus nach La Pintada, einem Stadtteil Penonomés. Dort besuchten wir ein paar befreundete Ordensschwestern in ihrem  Kloster und wir wurden mit Keksen und Limo versorgt. Danach schauten wir uns den kleinen Ortskern des Stadtteils, der aus der Kirche und einem kleinen Park bestand an. Luis erklärte uns, dass in Spanien und den ehemaligen spanischen Kolonien, der Ortskern typischerweise aus einer Kirche und einem daneben liegenden Park gebildet wird.

Schriftzug „La Pintada“ im Park des Stadtteils

Während wir durch den Park schlenderten und uns gerade den Schriftzug „La Pintada“ anguckten, geschah etwas kurioses. Ein Vater meinte zu uns, dass seine Tochter gerne ein Foto mit Niklas und mir vor dem Schriftzug machen würde. Auch wenn Niklas und ich etwas verwundert über diesen Wunsch waren, ließen wir uns natürlich bereitwillig mit unserem „Fan“ ablichten. Dieses Ereignis verdeutlicht finde ich sehr gut, dass man hier als Europäer/ Gringo, wegen seiner hellen Hautfarbe und seiner, im Vergleich zu den Einheimischen, enormen Körpergröße sofort auffällt und für die Leute hier eine Kuriosität ist.

Nach diesem kleinen Intermezzo gingen wir noch zu einem anderen Kloster, da Luis die dort ansässigen Ordensbrüder kannte. Auch hier wurden wir freundlich mit Getränken empfangen.

Um halb fünf machten Niklas und ich uns dann auf den Rückweg nach Chapala. Luis hingegen blieb in Penonomé, da er über die Nacht bei seiner Familie bleiben wollte. Auf der Rückfahrt im Bus gerieten wir leider in das Feierabend-Verkehrschaos Panamás, weshalb wir für den Rückweg über vier Stunden brauchten.

Als wir gegen neun Uhr in Chapala ankamen, waren wir insgesamt seit 12 Stunden unterwegs und auch dementsprechend kaputt. Wir tranken noch ein Feierabendbier mit den Padres und danach ging es in die Heia.

Alles in allem war es ein sehr ereignisreicher und schöner, aber auch sehr anstrengender Tag.

¡Hasta luego!
Johannes

Post a Comment